Wacken 2026: 4 Tage packendes Metal-Programm

Wacken 2026

Wacken 2026 bringt vom 29. Juli bis zum 1. August zum 35. Mal Zehntausende Metal-Fans in das kleine Dorf im schleswig-holsteinischen Norden. Über 80.000 Besucher pro Tag werden auf dem Gelände erwartet, 151 Bands stehen auf dem Programm, und wer noch kein Ticket hat, sollte schnell handeln, denn die verfügbaren Kontingente werden kleiner.

Das Jubiläumsjahr ist mit einem Lineup bestückt, das von Stadionrock über klassischen Heavy Metal bis zu extremen Spielarten des Genres reicht und Namen mitbringt, die in dieser Konstellation auf diesem Gelände noch nicht zu sehen waren.

Für das 35. Jubiläum haben die Veranstalter ein Programm zusammengestellt, das zwischen großen Comeback-Auftritten, letzten Shows und internationalen Headlinern eine Dichte aufweist, die in vergangenen Ausgaben selten war.

Wacken 2026: Die Headliner im Überblick

An der Spitze stehen Def Leppard und Judas Priest. Def Leppard kommen aus Sheffield und prägen seit Anfang der 1980er-Jahre den Hard Rock mit Songs, die in keiner Setlist fehlen dürfen.

Beim Wacken 2026 geben Def Leppard ihr erstes Gastspiel auf dem Festivalgelände überhaupt. Judas Priest hingegen sind dem Festival keine Unbekannten und kehren mit einem Set zurück, das sich durch fünf Jahrzehnte Bandgeschichte zieht. Beide Acts werden die Hauptbühne füllen und gelten als gesetzt für die großen Abendslots des Wochenendes.

Powerwolf stehen ebenfalls auf der Headliner-Liste. Die Band bringt ihr bewährtes Konzept aus orchestralen Arrangements, düsterer Kirchenästhetik und eingängigen Hymnen mit und gehört zu den stärksten Live-Acts der europäischen Metal-Szene.

Sabaton komplettieren die Spitze des Lineups beim Wacken 2026. Die Schweden zählen mit ihren Songs über vergangene Kriege zu den bekanntesten Metal-Bands Europas und bestreiten hier ihren allerersten Auftritt auf dem Gelände. Für viele Fans gilt diese Premiere als einer der meisterwarteten Slots des gesamten Wochenendes.

Running Wild und Savatage: Das Ende einer Ära bei Wacken 2026

Neben den Headlinern gibt es zwei Auftritte, die weit über das übliche Festivalprogramm hinausgehen. Running Wild haben angekündigt, dass ihr Auftritt am 31. Juli die letzte Show der Band überhaupt sein wird.

Die Hamburger haben seit Mitte der 1980er-Jahre Piratenmetal geprägt und eine treue Fangemeinde aufgebaut. Der Auftritt markiert das Ende einer Bandgeschichte, die über vier Jahrzehnte reicht. Wer die Band kennt, wird diesen Abend nicht verpassen wollen.

Savatage kehren nach langen Jahren Pause zurück auf die Bühne. Die US-amerikanische Band gilt als eine der prägenden Kräfte des symphonischen Metal und hat mit Alben wie Streets oder Gutter Ballet Maßstäbe gesetzt.

Ihr Auftritt am 30. Juli ist einer der wenigen live zu erlebenden Momente dieser Band überhaupt, und Fans, die ihre Musik kennen, werden den Stellenwert dieses Slots im Gesamtprogramm genau einschätzen können.

Beide Auftritte zusammen geben dem Wacken 2026 einen Charakter, der sich von früheren Ausgaben deutlich abhebt. Running Wild und Savatage auf demselben Lineup zu sehen ist eine Konstellation, die sich so schnell nicht wiederholen wird.

Ein Lineup für jeden Geschmack

Unterhalb der Headliner erstreckt sich ein Programm, das kaum ein Genre des Heavy Metal unberücksichtigt lässt. In Flames und Arch Enemy stehen für melodischen Death Metal aus Schweden, Lamb Of God und Hatebreed bringen Groove Metal und Hardcore aus den USA.

Sepultura liefern brasilianischen Thrash, Anaal Nathrakh Industrial Black Metal aus Birmingham, Emperor norwegischen Black Metal. Europe und Saxon stehen für klassischen Hard Rock der 1980er-Jahre, Airbourne für den australischen Hard-Rock-Sound.

Freunde des Folk-Metal kommen mit Faun, Cruachan, Einherjer und Finsterforst auf ihre Kosten. Alestorm bringen Piraten-Metal in Richtung Partytauglichkeit, Dubioza Kolektiv Balkan-Punk-Metal aus Bosnien. Animals As Leaders stehen für progressiven Metal ohne Gesang, Pig Destroyer für Grindcore, Deafheaven für die Schnittmenge aus Shoegaze und Black Metal.

Bear McCreary, bekannt als Komponist von Serien-Soundtracks wie Battlestar Galactica und The Walking Dead, tritt mit einem Live-Konzert an und zeigt, dass das Festival auch abseits des klassischen Bandsettings neue Formate aufnimmt.

Subway To Sally haben den deutschen Mittelalter-Metal über Jahrzehnte geprägt und zählen zu den prägenden Kräften eines Subgenres, das international kaum anderswo so stark vertreten ist. Lagwagon aus Kalifornien bringen Melodic Punk, Municipal Waste Crossover-Thrash aus Richmond.

Nothing More aus San Antonio, Danko Jones aus Toronto und Turbonegro aus Oslo liefern unterschiedliche Facetten des Hard Rock und sorgen für Abwechslung in einem Programm, das sonst von härteren Klängen dominiert wird.

Lacuna Coil aus Mailand verbinden Gothic Metal mit starken Melodielinien, Visions Of Atlantis und Crematory zählen seit Jahren zu den festen Größen der deutschen und österreichischen Szene.

Future Palace aus Berlin haben sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der Szene erarbeitet und nutzen die Bühne, um sich einem internationalen Publikum zu zeigen. Kupfergold spielen Folk-Metal mit deutschen Texten und sind ein Beispiel dafür, dass die Muttersprache im Genre längst kein Hindernis mehr ist.

Triptykon aus der Schweiz stehen für düsteren, schleppenden Metal, der sich jeder schnellen Einordnung entzieht.

Die Breite des Programms ist seit Jahrzehnten Teil des Konzepts und macht Wacken 2026 zu einem der wenigen Festivals, bei dem Fans aus unterschiedlichen Metal-Spielarten an einem Ort zusammenkommen. Bands aus über 20 Nationen stehen auf dem Programm.

Der Wasted Wednesday als traditioneller Auftakt

Traditionell beginnt das Festival bereits am Mittwoch mit dem Wasted Wednesday. Hämatom eröffnen das Programm auf dem Gelände und sorgen für einen lauten Auftakt, bevor am Donnerstag die volle Breite des Lineups startet. Der Wasted Wednesday hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Festival-Erlebnisses entwickelt.

Wer früh anreist, hat den Vorteil, das Gelände in Ruhe zu erkunden und einen guten Platz zu finden, bevor der große Ansturm einsetzt. Für viele Fans gehört dieser Abend längst genauso zum Festival wie die vier offiziellen Tage selbst.

Die Stimmung beim Wasted Wednesday ist ruhiger als die großen Abende und oft der Moment, in dem Gespräche mit Fans aus aller Welt beginnen, die für Wacken 2026 angereist sind.

Seit der ersten Ausgabe 1990 haben sich Strukturen und Traditionen entwickelt, die das Festival auch für Erstbesucher schnell zugänglich machen. 2025 standen Guns N Roses, Machine Head und Gojira an der Spitze des Lineups. Beim Wacken 2026 übernehmen Def Leppard, Judas Priest, Powerwolf und Sabaton diese Rolle, und die zweite sowie dritte Reihe des Programms sorgt dafür, dass auch erfahrene Festivalbesucher noch viel zu entdecken haben.

Abschließend lohnt ein Blick auf die Metal-Battle-Bands, die auf dem Holy Ground antreten und jungen Acts eine Bühne vor internationalem Publikum bieten. Der Holy Ground ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Festivals und hat in der Vergangenheit Acts hervorgebracht, die heute zur festen Größe der Szene zählen.

Wer früh am Mittwoch auf dem Gelände ist, hat Zeit genug, das Camping-Areal in Ruhe zu erkunden und sich einen Überblick über die Bühnenanordnung zu verschaffen, bevor das offizielle Programm des Wacken 2026 startet.

Wer noch kein Ticket für Wacken 2026 hat, sollte die offiziellen Kanäle im Blick behalten. Restkarten sind noch verfügbar, aber die Kontingente sind begrenzt, und der Vorverkaufsverlauf der vergangenen Jahre zeigt, dass auch diese Plätze irgendwann vergriffen sein werden.

Wer keinen Platz mehr auf dem Gelände bekommt, kann Teile des Programms über den offiziellen Livestream verfolgen, der zahlreiche Auftritte überträgt und damit auch Fans zu Hause einen Eindruck vom Wacken 2026 vermittelt.

Vier Tage Metal, 151 Bands und zwei Abschlussauftritte, die so nie wieder stattfinden werden, machen Wacken 2026 zu einem Pflichttermin für eingefleischte Fans.


Wacken 2026

Wacken Open Air 2026

Wacken, Schleswig-Holstein
29. Juli bis 1. August 2026

Tickets
www.wacken.com


Wacken 2026: Alle Bands
151 bestätigte Acts
(Stand Juni 2026)

5th Avenue, 9mm Headshot, Ad Infinitum, Airbourne, Alcest, Alestorm, Alfahanne, Alien Ant Farm, Alien Rockin Explosion, Allt, Anaal Nathrakh, Angelus Apatrida, Animals As Leaders, Any Given Day, Arch Enemy, Arroganz, Asrock

Battlecreek, Bear McCreary, Black Label Society, Black Tish, Blaas Of Glory, Bleed From Within, Blood Command, Blood Fire Death, Blood Red Throne, Broken By The Scream, Brunhilde

Castle Rat, Chaosbay, Corrosion Of Conformity, Craft, Crematory, Crimson Glory, Cruachan, Crypt Sermon, Cursed Abyss, Danko Jones

Deafheaven, Def Leppard, Diabolisches Werk, Dirty Shirt, Divlje Jagode, Dritte Wahl, Dubioza Kolektiv

Einherjer, Eläkeläiset, Electric Bassboy, Emperor, Employed to Serve, Europe, Evil Jared x Krogi, Expellow

Faun, Finsterforst, Firespawn, Fit For An Autopsy, Focus., Future Pala

Grand Magus, Gutalax, Guilt Trip

H-Blockx, Hackneyed, Hardline, Hämatom, Hatebreed, Heartless Human Harvest, Heavysaurus

In Flames, Insanity Alert, Judas Priest

Kadavar, Kärbholz, Katerfahrt, Kim Dracula, Kittie, Kupfergold

Lacuna Coil, Lagwagon, Lamb Of God, Life Of Agony, Lovebites, Luna Kills

Mambo Kurt, Mantar, Manntra, Metaklapa, Minotaurus, Misery Index, Misþyrming & Nergal, Mr. Hurley und die Pulveraffen, Municipal Waste, Nevermore, Nothing More

Of Mice & Men, Orbit Culture, Our Promise, P.O.D, Paleface Swiss, Paradise Lost, Phantom, Pig Destroyer, Poison The Preacher, Powerwolf, President

Ricky Warwick, Rose Tattoo, Running Wild, Sabaton, Sacred Steel, Sagenbringer, Savatage, Saviourself, Saxon, Sepultura, Skyline, Skynd, Spectral Wound, Storm Seeker, Stonem, Subway To Sally

Temple of the Absurd, Ten56, The Butcher Sisters, The Gathering, The Hardkiss, The Haunted, The Limit, The Other, The Troops Of Doom, Therapy?, Thrown, Thy Art Is Murder, Thundermother, TROLD, Triptykon, Turbonegro, tuXedoo

Uli Jon Roth, Unzucht, Vanir, Velvet Rush, Vended, Visions Of Atlantis, Vogelfrey, Wacken Firefighters, Wytch Hazel, Wüstenberg, Year Of The Goat, Yngwie Malmsteen

error: Content is protected !!