Mit der Sex Pistols Tour 2026 kehrt eine der prägendsten Punk-Bands der Rockgeschichte gemeinsam mit Frank Carter für drei exklusive Shows nach Deutschland zurück. Fünfzig Jahre nach Veröffentlichung des Klassikers „Anarchy in the UK“ feiern Paul Cook, Steve Jones und Glen Matlock das Jubiläum mit einem konzentrierten Triptychon aus Festival- und Open-Air-Terminen in Nürnberg, Köln und München – und setzen dabei auf die Energie eines Frontmanns, der auf heutigen Bühnen zu Hause ist. Die Sex Pistols Tour 2026 versteht sich nicht als nostalgischer Museumsrundgang, sondern als Einladung, diese Stücke noch einmal in einem zeitgemäßen, aber kompromisslosen Rahmen zu erleben.
50 Jahre „Anarchy in the UK“ – Punk als Zäsur

Als „Anarchy in the UK“ Ende 1976 erschien, war das Stück mehr als nur eine weitere Single aus der Londoner Clubszene. Der Song bündelte das Lebensgefühl einer Generation, die sich von den etablierten Strukturen nicht mehr vertreten fühlte. Mit wenigen, scharf gesetzten Akkorden, einer unverkennbaren Hookline und einer Lyrik, die sich bewusst an der Grenze des Sagbaren bewegte, wurde „Anarchy in the UK“ zum Startschuss für eine Entwicklung, die weit über Musik hinausreichte.
Für Paul Cook, Steve Jones und Glen Matlock war der Titel nicht nur ein Durchbruch, sondern der Beginn eines Weges, der sie später auch in die Rock and Roll Hall of Fame führte. Dass dieses Stück nun im Zentrum der Sex Pistols Tour 2026 steht, ist folgerichtig: Es markiert den Moment, in dem der Sound der Band von einem Londoner Phänomen zu einem globalen Bezugspunkt wurde – ein Song, dessen Relevanz im Jahr 2026 nicht verblasst ist, sondern sich in neuen gesellschaftlichen Spannungen spiegelt.
Vom Londoner Untergrund zur weltweiten Referenz
Die Geschichte der Sex Pistols ist in ihrer Kürze und Intensität bis heute einzigartig. Aus den Schulfreunden Steve Jones und Paul Cook entstand in der Mitte der Siebziger eine Band, die zunächst kaum mehr als ein roher Entwurf war. Erst mit Bassist Glen Matlock und Sänger John Lydon, der unter dem Namen Johnny Rotten zur Gallionsfigur der frühen Jahre wurde, gewann das Projekt Kontur. Unterstützt von Manager Malcolm McLaren, der die Provokation als strategisches Mittel verstand, arbeitete sich die Band durch kleine Clubs, Fernsehskandale und wechselnde Labelverträge.
Der frühe Vertrag mit EMI wurde nach einem berüchtigten TV-Auftritt aufgelöst, der Versuch mit A&M endete nach wenigen Tagen. Erst bei Virgin Records fand die Gruppe eine Basis, auf der sich „God Save the Queen“ und schließlich das einzige Studioalbum „Never Mind the Bollocks, Here’s the Sex Pistols“ realisieren ließen. Die anschließende Amerika-Tour endete in internen Spannungen und dem Split der Band, doch der Einfluss blieb. Die Ästhetik der Sex Pistols – musikalisch wie visuell – wurde zum Referenzpunkt für zahllose Punk- und Alternative-Bands der folgenden Jahrzehnte.
Dass nun die Sex Pistols Tour 2026 im Zeichen dieses Erbes steht, bedeutet nicht, dass Geschichte bloß wiederholt wird. Vielmehr knüpfen Cook, Jones und Matlock an eine Zeit an, in der ein Konzertabend als Brennglas für gesellschaftliche Stimmungen gelesen werden konnte – und übertragen dieses Prinzip in eine Gegenwart, die erneut viele offene Fragen kennt.
Frank Carter und die neue Stimme der Sex Pistols Tour 2026
Die Wahl von Frank Carter als Frontmann für die aktuelle Konstellation ist kein Zufallsprodukt, sondern eine bewusste Entscheidung. Carter hat sich zunächst mit Gallows einen Namen gemacht, bevor er mit Frank Carter & The Rattlesnakes eine Band formte, die Härte, Melodie und emotionale Direktheit ungewöhnlich fein austariert. Seine Auftritte sind seit Jahren geprägt von physischer Präsenz, intensiver Publikumsnähe und einem klaren Gespür dafür, wann ein Moment zugespitzt werden muss – und wann nicht.
Bereits 2025 standen Frank Carter und die drei Sex-Pistols-Mitglieder gemeinsam auf europäischen Bühnen, darunter auch zwei Deutschlandshows, bei denen deutlich wurde, wie gut diese Kombination funktioniert. Wenn Carter die Klassiker des Repertoires interpretiert, wirkt es weder wie eine Kopie der frühen Jahre noch wie eine radikale Neuinterpretation um jeden Preis. Er bespielt eine Zwischenzone: respektvoll gegenüber der Vorlage, aber klar in der eigenen Handschrift.
In der Sex Pistols Tour 2026 wird genau dieser Ansatz zur entscheidenden Komponente. Die ikonischen Songs von „Anarchy in the UK“ über „God Save the Queen“ bis „Pretty Vacant“ werden von einem Sänger getragen, der aus der Gegenwart heraus agiert und das Erbe der Band nicht als Denkmal behandelt, sondern als lebendiges Material, das in jedem Konzert neu verhandelt wird. Für das Publikum bedeutet das: Die Shows zielen nicht darauf, eine längst abgeschlossene Episode zu illustrieren, sondern die Energie dieser Songs noch einmal spürbar zu machen.
Sex Pistols Tour 2026: Drei exklusive Termine in Deutschland
Im Zentrum der Sex Pistols Tour 2026 stehen drei sorgfältig kuratierte Deutschlandtermine, die unterschiedliche Facetten der Bandgeschichte spiegeln. Los geht es am 4. Juli 2026 beim Save the Core Festival in Nürnberg – einem Umfeld, das von Haus aus die Nähe zur Hardcore- und Punk-Szene pflegt und damit den idealen Resonanzraum für diese Konstellation bietet. Einen Tag später folgt die Open-Air-Show an der Kölner Südbrücke, eine Location, in der die industrielle Kulisse des Rheinufers mit der Energie eines Sommerabends kollidiert. Den Abschluss bildet am 6. Juli 2026 der Auftritt beim Tollwood Festival in München, das seit Jahren für sein kulturell vielfältiges Programm bekannt ist und die Sex Pistols mit Frank Carter in den Kontext eines urbanen Sommerfestivals stellt.
Diese drei Termine sind die einzigen Deutschlandshows der Sex Pistols Tour 2026. Es gibt keine parallel angekündigte Clubtour, keine weitere Stadtauswahl. Gerade diese Beschränkung erhöht die Spannung: Wer die aktuelle Konstellation erleben will, muss sich auf einen der drei Orte festlegen – Nürnberg als Festival-Hotspot, Köln als eigenständiges Open-Air-Spektakel oder München als Teil eines etablierten Sommerfestivals.
Was das Publikum von den neuen Shows erwarten kann
Inhaltlich orientiert sich die Sex Pistols Tour 2026 an dem Material, das die Band ursprünglich zur Ikone gemacht hat. Im Zentrum stehen die Songs von „Never Mind the Bollocks, Here’s The Sex Pistols“, ergänzt um Singles und ausgewählte B-Seiten, die in der Live-Historie der Band immer wieder eine Rolle gespielt haben. Es geht nicht um Retro-Effekt oder museale Originaltreue, sondern um eine Form von Konzentration: ein Abend, der sich bewusst auf den Kern des Katalogs fokussiert und daraus ein kompaktes, in sich schlüssiges Set formt.
Dass die aktuellen Shows nicht als bloße Wiederholung früherer Reunion-Versuche angelegt sind, deutet sich schon in der Besetzung an. Mit Frank Carter steht jemand am Mikrofon, der die Distanz zum Mythos nicht verleugnet, sich aber vollständig in den Dienst der Songs stellt. Cook, Jones und Matlock wiederum bringen jene Erfahrung mit, die nötig ist, um dieses Material im Jahr 2026 nicht nur solide, sondern mit Präzision und Klarheit zu präsentieren.
Hinzu kommt, dass die Band in den letzten Jahren gelernt hat, ihre eigenen Kontroversen nicht in den Vordergrund zu rücken. Stattdessen wird das, was die Sex Pistols ausmacht, auf die Bühne verlagert: unmittelbare, manchmal unberechenbare Energie, die aus der Kombination von Songmaterial, Lautstärke und Publikumsreaktion entsteht. Die Sex Pistols Tour 2026 verspricht damit Abende, in denen ein Stück Musikgeschichte nicht museal rekonstruiert, sondern in die Gegenwart übersetzt wird – ohne den Anspruch, alles zu erklären, aber mit dem Willen, diese Songs noch einmal mit maximaler Präsenz zu spielen.
Tourdaten & Vorverkauf
Deutschland-Termine 2026
- 04.07.2026 – Nürnberg, Save the Core Festival
- 05.07.2026 – Köln, Südbrücke
- 06.07.2026 – München, Tollwood Festival
Tickets & Vorverkauf Köln
Tickets für die Show in Köln gingen am Mittwoch, den 10. Dezember, um 11 Uhr exklusiv via Eventim in den Vorverkauf. Seit Freitag, dem 12. Dezember, 11 Uhr sind Karten ab 60,00 Euro zuzüglich Gebühren an allen bekannten CTS-Vorverkaufsstellen erhältlich – außerdem über die Ticket-Hotline 01806 – 570070 (0,20 Euro pro Anruf inkl. MwSt. aus allen deutschen Netzen) sowie online unter fkpscorpio.de und eventim.de.
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