The Pogues live auf der Bühne bei einem Irish-Folk-Punk-Konzert

Es dürfte vielen Fans in Deutschland ähnlich gegangen sein wie einigen Mitgliedern unserer Redaktion, als die legendäre Irish-Folk-Punk-Band The Pogues in dieser Woche vier Deutschland-Konzerte ankündigte. The Pogues kommen nach Deutschland – und damit kehren die Legenden erstmals seit 2012 wieder auf deutsche Bühnen zurück. Stationen der Tour sind Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg.

Für Fans des rauen Irish-Folk-Punk ist diese Nachricht mehr als nur eine gewöhnliche Tourankündigung. Sie markiert die Rückkehr einer Band, die über Jahrzehnte hinweg eine ganz eigene Klangwelt geschaffen hat – irgendwo zwischen Pub-Romantik, Punk-Energie und melancholischer irischer Folk-Tradition.

The Pogues Deutschland 2026: Rückkehr ohne Shane MacGowan – doch der Geist der Band lebt weiter

Auch wenn einige Bandmitglieder inzwischen verstorben sind – darunter leider auch Frontmann Shane MacGowan –, werden die verbliebenen Mitglieder noch einmal mächtig aufdrehen und vier intensive Konzertabende in deutschen Clubs präsentieren.

Dass die Band auch ohne MacGowan nichts von ihrer Spielfreude verloren hat, bewiesen The Pogues bereits mehrfach in der Vergangenheit. Immer wieder kam es vor, dass der Sänger aufgrund seiner legendären Alkoholeskapaden nicht in der Lage war, auf die Bühne zu kommen – oder während der Show beinahe von dieser fiel. In solchen Momenten sprang stets jemand ein, übernahm die Gesangsparts und machte aus der Situation mitunter sogar unvergessliche Konzertabende.

Joe Strummer und andere besondere Momente der Pogues-Geschichte

Ein besonders legendärer Moment ereignete sich im November 1991, als kurzerhand Manager und, leider ebenfalls schon verstorbene, Joe Strummer das Mikrofon übernahm. Der Abend bestand zu etwa neunzig Prozent aus Klassikern von The Pogues und zu einem kleineren Teil aus Songs jener Band, mit der Strummer selbst Musikgeschichte geschrieben hatte: The Clash.

So gab es damals – sozusagen als Bonus – Stücke wie London Calling, Straight to Hell und I Fought the Law zusätzlich zu den großen Pogues-Hymnen zu hören. Ein Abend, der vielen Besuchern bis heute als einmalige Verbindung zweier Punk-Welten im Gedächtnis geblieben ist.

Auch Spider Stacy übernahm im Laufe der Jahre immer wieder das Mikrofon der Band und dürfte auch auf der kommenden Herbst-Tour eine zentrale Rolle spielen, wenn die alten Hymnen der Gruppe erneut durch die Clubs hallen.

The Pogues Deutschland 2026: Prominente Gäste bei der Tour möglich

Neben Stacy stehen weitere Gründungsmitglieder weiterhin auf der Bühne: Jem Finer und James Fearnley. Ergänzt wird die Besetzung regelmäßig durch Gastsänger und befreundete Musiker.

Bei einem Comeback-Gig Ende 2024 sowie auf der anschließenden Tour durch Großbritannien, Irland, die USA und Australien waren unter anderem Grian Chatten und sein Bandkollege Tom Coll von Fontaines D.C. beteiligt. Auch Mitglieder der Band The Bad Seeds waren zeitweise Teil der Besetzung.

Es bleibt also spannend, welche Gäste sich auf der kommenden Deutschland-Tour von The Pogues auf der Bühne einfinden werden.

The Pogues Deutschland 2026: Vielleicht die letzte Chance die Band live zu erleben

Fest steht jedoch eines: Diese Konzertreihe könnte eine der letzten Gelegenheiten sein, The Pogues noch einmal live auf deutschen Bühnen zu erleben. Für Fans des Irish-Folk-Punk ist die Rückkehr der Band daher weit mehr als ein nostalgischer Moment – sie ist ein Stück Musikgeschichte, das noch einmal direkt vor Publikum auflebt.

Bis dahin wird in unserer Redaktion vermutlich ausgelost werden müssen, wer die geplante Berichterstattung übernehmen darf – und wer die Abende einfach nur genießen kann. Für alle Beteiligten dürfte das eine Situation sein, auf die man sich mit großer Vorfreude vorbereitet.

Live: The Pogues – Deutschland 2026

The Pogues Deutschland 2026: Konzertplakat

The Pogues live auf der Bühne bei einem Irish-Folk-Punk-Konzert19.11. – Tempodrom, Berlin
20.11. – Kesselhaus in der Kulturbrauerei, München
21.11. – Stahlwerk Düsseldorf, Düsseldorf
23.11. – Große Freiheit 36, Hamburg

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